Die Küstenforscher des Helmholtz-Zentrums Geesthacht untersuchen in den nächsten drei Jahren den Einfluss des Menschen auf den Meeresboden in der Deutschen Bucht. Ihre Arbeit ist Teil einer umfassenden wissenschaftlichen Zustandsbewertung der Küstengewässer in Nord- und Ostsee, die in fünf Verbundprojekten erarbeitet wird. Dieses vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Vorhaben schafft wissenschaftliche Grundlagen zur Umsetzung der europäischen Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie. Am 29. April treffen sich Vertreter des BMBF und die Projektbeteiligten an der Universität Hamburg, KlimaCampus und geben gemeinsam den Startschuss für die zukünftige Forschungskooperation.
Der Meeresboden ist nicht nur Lebensraum, sondern übernimmt viele Ökosystemfunktionen – zum Beispiel filtern die Sedimente Schadstoffe aus dem Wasser. Um den Zustand des Meeresbodens zu erfassen, werden die Küstenforscher des Helmholtz-Zentrums Geesthacht gemeinsam mit anderen Wissenschaftlern die Prozesse, die im Boden und von dort im Austausch mit dem Wasser stattfinden, in den nächsten drei Jahren genau unter die Lupe nehmen.
Die Untersuchungen sind eingebettet in das Projekt „North Sea Observation and Assessment of Habitats“ (NOAH). NOAH ist eines der vom BMBF geförderten Verbundprojekte, die im Rahmen der „Küstenforschungsagenda für Nord- und Ostsee“ (KüNO) aufgestellt wurden und jetzt ihre Arbeit aufnehmen.
Das Ziel der Projekte: Zusammenhänge in den Küstenregionen besser verstehen und zukünftige Veränderungen und Risiken abschätzen.
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